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  3. Neue Flüssiggas-Verordnung

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  2. Rechtskonformer Umgang mit dem Betriebsrat
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  4. Arbeitsrecht für Führungskräfte Arbeitsrecht für Führungskräfte
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    Arbeitnehmer-Datenschutz

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Weitere super geile Beiträge
  • Bewerbungsgespräche führen: Die 5 häufigsten Fehler vermeiden

    Die teuersten Recruiting-Fehler passieren im Bewerbungsgespräch. Führungskräfte reden zu viel, klären Gehalt zu spät und entscheiden nach Bauchgefühl.   Warum gute Interviews trotzdem scheitern Gute Interviews scheitern selten an fehlender Sympathie. Sie scheitern an Unklarheit, Ausweichen und schlecht geführten Gesprächen. So laufen viele Gespräche montagmorgens tatsächlich: formal organisiert, aber inhaltlich schwach geführt. Genau hier entstehen Fehlbesetzungen, frühe Kündigungen und unnötige Kosten. Die folgenden fünf Fehler begegnen uns in der Praxis besonders häufig.  Fehler 1: Unklare Rolle vor dem Gespräch Wenn die Rolle nicht sauber geklärt ist, wird das Interview zur Projektionsfläche. Kandidat:innen erzählen, was gut klingt. Führungskräfte hören, was sie hören wollen. Im Raum entsteht scheinbare Einigkeit, die auf Annahmen basiert. Typischer Dialog: Führungskraft: „Die Rolle entwickelt sich noch, wir sind da flexibel." Kandidat:in: „Genau das suche ich, ich kann vieles übernehmen." Was konkret passiert: Niemand weiß, wofür eingestellt wird. Erwartungen bleiben diffus. Der neue Mitarbeiter oder die neue Mitarbeiterin versteht die Rolle anders als die Führungskraft. Er bzw. sie priorisiert falsch, trifft Entscheidungen am Ziel vorbei. Nach sechs Monaten entsteht Frust auf beiden Seiten. Erst Missverständnis, dann Leistungsdiskussion, dann Trennung. Was das kostet: Fehlbesetzungen binden Ressourcen über Monate. Neben Gehalt fallen Einarbeitung, interne Abstimmung und erneutes Recruiting an. Teams müssen kompensieren, Führung verliert Glaubwürdigkeit. Was Sie morgen anders machen: Vor dem Interview müssen Aufgaben, Erfolgskriterien und Entscheidungsspielräume feststehen. Formulieren Sie im nächsten Gespräch genau diesen Einstieg: „Lassen Sie mich klar beschreiben, was in den ersten zwölf Monaten erwartet wird."   Fehler 2: Die Führungskraft redet zu viel Viele Interviews kippen, weil Führungskräfte erklären, verkaufen und beeindrucken wollen. Der Kandidat bzw. die Kandidatin nickt, stellt wenige Fragen und bleibt inhaltlich vage. Am Ende fühlt sich das Gespräch gut an, liefert aber kaum belastbare Informationen. Das ist kein Kompetenzproblem, sondern ein Strukturproblem. Typischer Dialog: Führungskraft: „Lassen Sie mich kurz erklären, wie wir arbeiten." Kandidat:in: „Klingt spannend, das passt gut zu mir." Was konkret passiert: Der Redeanteil liegt bei der falschen Person. Relevante Schwächen bleiben unentdeckt. Der Kandidat oder die Kandidatin performt im Gespräch, nicht im Job. Relevante Erfahrungen, Denkweisen und Entscheidungsmuster bleiben unsichtbar. Was das kostet: Fehlentscheidungen werden wahrscheinlicher. Teams müssen Defizite später kompensieren. Führung verliert Glaubwürdigkeit, weil die Auswahl nicht nachvollziehbar ist. Produktivität leidet, Führung muss nachsteuern. Was Sie morgen anders machen: 70/30-Regel: Der Kandidat oder die Kandidatin spricht siebzig Prozent der Zeit. Sie steuern mit Fragen, nicht mit Vorträgen. Formulieren Sie im nächsten Gespräch: „Erzählen Sie mir von einer Situation, in der Sie..." statt „Bei uns läuft das so..."   Fehler 3: Gehalt zu spät oder zu unklar ansprechen Das Gehalt wird vertagt, weich formuliert oder bewusst offen gelassen. Im Raum entsteht Hoffnung statt Klarheit. Genau hier verlieren Interviews ihre Steuerungswirkung. Das passiert selbst erfahrenen Führungskräften, weil Harmonie wichtiger scheint als Klarheit. So läuft es falsch: Kandidat:in: „Können Sie etwas zur Vergütung sagen?" Führungskraft: „Das klären wir später, wenn wir weiter sind." So läuft es richtig: Führungskraft: „Für diese Rolle liegt der Rahmen zwischen X und Y. Entscheidend ist der konkrete Beitrag, den wir heute besprechen." Was konkret passiert: Kandidat:innen rechnen sich Spielräume nach oben. Führungskräfte verschieben Entscheidungen. Beide investieren weiter Zeit, obwohl die Passung fraglich ist. Kandidat:innen entwickeln eigene Erwartungen, die nie korrigiert, sondern nur aufgeschoben werden. Was das kostet: In der Beratungspraxis sehen wir häufig kurzfristige Absagen nach Zusage oder frühe Kündigungen. Die Pipeline ist leer, drei Monate Recruiting-Zeit sind verloren. Leerstelle, Überlastung im Team, erneute Suche. Gehaltsklarheit ist keine HR-Aufgabe, sondern Führungsdisziplin. Was Sie morgen anders machen: Sprechen Sie Gehalt nach der fachlichen Klärung an, nicht am Ende. Sagen Sie klar, was der Rahmen ist. Keine Vertröstung, keine Hoffnungen.   Fehler 4: Bauchgefühl ersetzt Struktur Nach dem Gespräch bleibt ein Eindruck, aber keine belastbare Entscheidung. Einzelne Aussagen überstrahlen Schwächen, Sympathie ersetzt Analyse. Der Vergleich zwischen Kandidat:innen wird unmöglich. Typischer Dialog nach dem Interview: Führungskraft: „Irgendwie hatte ich ein gutes Gefühl." HR: „Aber woran machen wir das fest?" Was konkret passiert: Entscheidungen werden emotional begründet. Risiken werden ausgeblendet, weil sie das positive Bild stören. Entscheidungen sind nicht erklärbar. Kritik im Nachhinein trifft die Führungskraft persönlich. Was das kostet: Fehlentscheidungen zeigen sich oft erst nach der Probezeit. Dann ist der Aufwand bereits investiert, Korrekturen sind teuer. Fehlentscheidungen lassen sich nicht korrigieren, ohne Gesichtsverlust. Teams verlieren Vertrauen in Auswahlprozesse. Was Sie morgen anders machen: Kriterien vorab festlegen, Eindrücke dokumentieren, bewusst fragen: „Was spricht gegen die Einstellung?" Struktur schützt Führung, sie schränkt sie nicht ein.   Fehler 5: Vage Zusagen statt klarer Entscheidungen Am Ende des Interviews soll Harmonie bleiben. Zusagen werden weich formuliert, Absagen vertagt. Kandidat:innen interpretieren Aussagen zu ihren Gunsten. So klingt die vage Zusage: Führungskraft: „Wir sind sehr interessiert, das sieht gut aus." Kandidat:in: „Dann gehe ich davon aus, dass wir zusammenkommen." Was konkret passiert: Erwartungen laufen auseinander. Der Start ist belastet, noch bevor er beginnt. Kandidat:innen starten mit falschen Erwartungen oder Unsicherheit. Was das kostet: Enttäuschung auf beiden Seiten. Frühfluktuation, Nachverhandlungen, Vertrauensverlust bereits in der Probezeit. Was Sie morgen anders machen: Zusammenfassen, was entschieden ist, was geprüft wird und bis wann. Eine saubere Entscheidungskommunikation klingt so: „Wir entscheiden bis Freitag. Sie hören spätestens Montag von uns." Klarheit wirkt professioneller als Freundlichkeit.   Was vor dem Interview geklärt sein muss Gute Interviews beginnen nicht mit Fragen, sondern mit Vorbereitung. Ohne diese Klarheit ist jedes Gespräch ein Risiko. Anforderungsprofil: Welche Ergebnisse werden erwartet, nicht nur welche Aufgaben. Woran wird Erfolg gemessen. Muss-Kriterien: Was ist unverzichtbar, was entwickelbar. Keine schwammigen Wunschbilder. Vergütungsrahmen: Realistisch, intern abgestimmt, klar begrenzt. Keine Diskussion ohne diese Klarheit. Entscheidungsspielraum: Wer entscheidet was und wann. Was kann im Gespräch zugesagt werden.   Fazit Bewerbungsgespräche zeigen Führungsqualität. Wer strukturiert vorbereitet, klar fragt und früh Erwartungen klärt, reduziert Risiken massiv. Besonders beim Gehalt entscheidet Klarheit über Erfolg oder Misserfolg. In der Beratungspraxis zeigt sich immer wieder: Die teuersten Interview-Fehler entstehen nicht durch falsche Kandidat:innen, sondern durch schlecht geführte Gespräche.   Autor: Dr. Conrad Pramböck Seminartipp: Bewerbungsgespräche professionell führen
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  • Vom Mitarbeitenden zur Führungskraft: Die ersten 90 Tage entscheiden

    Der Schritt vom Mitarbeiter bzw. von Mitarbeiterin zur Führungskraft ist der schwierigste Karrierewechsel. Viele scheitern in den ersten Monaten, weil sie zu kollegial bleiben oder Konflikte vermeiden.   Warum dieser Wechsel so schwierig ist Der Schritt von der Fachrolle in die Führung ist kein Upgrade, sondern ein Rollenbruch. Was sich gestern noch richtig angefühlt hat, wirkt heute falsch. Nähe, Loyalität und Fachkompetenz verlieren ihre alte Funktion. Stattdessen zählen Klarheit, Haltung und Entscheidungsfähigkeit. Diese Unsicherheit erleben fast alle neuen Führungskräfte. Sie ist normal und überwindbar. Besonders in den ersten 90 Tagen zeigt sich, ob jemand Führung annimmt oder ihr ausweicht.   Fehler 1: Zu lange Kollege bzw. Kollegin bleiben Im ersten Monat wollen viele neue Führungskräfte niemanden vor den Kopf stoßen. Entscheidungen werden weich formuliert, Erwartungen relativiert. Das fühlt sich fair an, ist aber wirkungslos. Das Team spürt die Unsicherheit und beginnt zu testen. Typischer Dialog: Mitarbeiter:in: „Sollen wir das jetzt wirklich so machen?" Neue Führungskraft: „Wir schauen mal, was für alle passt." Was im ersten Monat passiert: Entscheidungen werden diskutiert, aber nicht umgesetzt. Mitarbeitende warten ab, statt zu handeln. Jeder arbeitet nach eigener Logik. Prioritäten unterscheiden sich, Abstimmung wird mühsam. Monat 3: Das Team läuft auseinander. Führung wirkt provisorisch. Monat 6: Autorität wird offen infrage gestellt. Monat 12: Führungskraft gilt als nett, aber nicht durchsetzungsfähig. Die Führungskraft verliert früh Steuerung, ohne es zu bemerken. Was Sie in Woche 1 tun: Sagen Sie im Team klar: „Meine Rolle hat sich geändert. Ich treffe jetzt bestimmte Entscheidungen." Das ist unangenehm, besonders wenn man gestern noch Teil der Gruppe war. Aber Klarheit schafft Sicherheit für alle.   Fehler 2: Gehaltsverantwortung unterschätzen Neue Führungskräfte sehen Gehalt oft als HR-Thema. Sie leiten Fragen weiter oder verstecken sich hinter Vorgaben. Das fühlt sich sicher an, kostet aber Vertrauen. Mitarbeitende erwarten keine Entscheidung, sondern Einordnung. Genau hier liegt der Hebel, den Sie bewusst setzen können. So klingt Ausweichen: Mitarbeiter:in: „Wie sehen Sie meine Entwicklung beim Gehalt?" Neue Führungskraft: „Das liegt bei HR, da habe ich wenig Einfluss." So klingt Haltung: Neue Führungskraft: „Ich entscheide das nicht allein, aber ich kann Ihnen erklären, wie Ihre Leistung eingeordnet wird und was realistisch ist." Was im ersten Monat passiert: Mitarbeitende merken, dass Gehaltsthemen ins Leere laufen. Leistung wird nicht eingeordnet. Gute Mitarbeitende fühlen sich unsichtbar, schwächere sicher. Monat 3: Frust entsteht, weil Perspektive fehlt. Monat 6: Leistungsträger:innen kündigen. Nicht wegen der Zahl, sondern wegen fehlender Orientierung. Das Team lernt, dass Einsatz keinen Unterschied macht. Mehrbelastung für die Verbleibenden, Vertrauensverlust im Team. In der Beratungspraxis sehen wir häufig, dass neue Führungskräfte Gehaltsverantwortung nach oben delegieren und dadurch nach unten Vertrauen verlieren. Gehaltsverantwortung ist keine Ausnahmeaufgabe, sondern tägliche Führung. Was Sie in Monat 1 tun: Klären Sie für sich: Was kann ich bei Gehalt erklären, auch wenn ich nicht allein entscheide? Bereiten Sie sich auf das erste Gehaltsgespräch vor, als wäre es ein Führungstest. Das ist es nämlich.   Fehler 3: Konflikte vermeiden statt führen Der Wunsch nach Harmonie ist stark, besonders am Anfang. Kritik wird abgeschwächt, Leistungsthemen vertagt. Das fühlt sich menschlich an, wirkt aber unklar. Konflikte verschwinden nicht, sie verschieben sich. Das passiert selbst erfahrenen Fachkräften beim Wechsel in Führung. Typischer Dialog: Mitarbeiter:in: „Das war zeitlich schwierig." Neue Führungskraft: „Ja, wir sind alle gerade stark belastet." Was im ersten Monat passiert: Probleme werden nicht benannt. Standards bleiben unklar. Standards sinken schleichend. Leistung wird verhandelbar. Monat 3: Leistung schwankt, ohne Konsequenzen. Monat 6: Führungskraft muss plötzlich hart eingreifen. Beziehungen sind dann bereits belastet. Was Sie in Woche 1 tun: Führen Sie früh Einzelgespräche. Sprechen Sie Erwartungen klar aus. Je früher Sie Standards setzen, desto weniger emotional werden Gespräche später. Frühe Klarheit reduziert Konflikte, sie verstärkt sie nicht.   Fehler 4: Sich innerlich nicht neu positionieren Viele neue Führungskräfte handeln anders, fühlen sich aber noch wie Fachkolleg:innen. Diese innere Unsicherheit wird spürbar. Entscheidungen werden erklärt, statt vertreten. Autorität wirkt geliehen, nicht eingenommen. Typischer Dialog: Neue Führungskraft: „Ich weiß nicht, ob das die beste Lösung ist, aber wir probieren es mal." Was im ersten Monat passiert: Führung wirkt zögerlich. Mitarbeitende suchen Orientierung bei informellen Meinungsführer:innen. Informelle Hierarchien bilden sich schnell, wenn formale Führung zögert. Monat 3: Mitarbeitende suchen Orientierung woanders. Monat 6: Entscheidungen werden umgangen oder diskutiert. Führungskraft verliert Gestaltungsmacht. Was Sie in Monat 1 tun: Klären Sie Ihr Selbstbild. Sie müssen nicht alles wissen, aber zu Entscheidungen stehen. Sagen Sie „Ich habe entschieden" statt „Ich glaube, wir sollten vielleicht". Das fühlt sich anfangs hart an, ist aber klar.   Die ersten 90 Tage: Was jetzt wirklich zählt Die ersten Wochen setzen den Rahmen für alles, was folgt. Was Sie jetzt nicht klären, kehrt später als Konflikt zurück. Nähe verändert sich, Verantwortung wächst. Das fühlt sich oft einsam an, ist aber normal. Deshalb ist es wichtig, jetzt bewusst Struktur zu schaffen. Tag 1: Benennen Sie im Team, dass sich Ihre Rolle geändert hat. Keine lange Erklärung, nur Klarheit. Woche 1: Führen Sie erste Einzelgespräche. Hören Sie zu, setzen Sie erste Erwartungen. Monat 1: Treffen Sie bewusst kleinere Entscheidungen selbst. Üben Sie Haltung in überschaubaren Situationen. Monat 3: Klären Sie Gehaltslogik, bevor Mitarbeitende danach fragen. Bereiten Sie sich vor, erklären Sie Einordnung, zeigen Sie Perspektive.   Praktische Schritte für den Übergang Rollenwechsel sichtbar machen: Sprechen Sie offen an, dass sich Ihre Rolle verändert hat. Keine Rechtfertigung, nur Klarheit. Einzelgespräche strukturieren: Regelmäßig, nicht nur bei Problemen. Erwartungen klären, Leistung einordnen. Haltung üben: Entscheidungen klar formulieren, nicht relativieren. Sagen Sie „Ich habe entschieden" statt „Wir könnten vielleicht". Gehaltsverantwortung annehmen: Auch wenn HR unterstützt: Sie sind die wichtigste Ansprechperson für Einordnung und Perspektive. Spannung aushalten: Führung bedeutet, Nähe neu zu definieren. Das ist trainierbar und wird leichter.   Fazit Der Wechsel in die Führung fühlt sich oft unsicher an. Das ist normal. Entscheidend ist, ob Sie Verantwortung annehmen oder vermeiden. Besonders bei Gehalt, Konflikten und Entscheidungen zeigt sich Führungsreife. In der Beratungspraxis sehen wir immer wieder: Neue Führungskräfte scheitern nicht an fehlendem Können, sondern an fehlender Klarheit in den ersten Monaten. Wer früh Haltung zeigt, gewinnt Vertrauen. Führung wird nicht verliehen, sie wird eingenommen.   Autor: Dr. Conrad Pramböck Seminartipp: Vom Mitarbeitenden zur Führungskraft
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  • Warum Vergütung zeigt, wo es brennt – 5 häufige Gehaltskonflikte

    Konflikte eskalieren oft dort, wo Geld im Spiel ist. Führungskräfte, die Gehaltskonflikte früh führen, vermeiden Kündigungen und Produktivitätsverluste. Fünf Konflikt-Typen aus der Praxis – und was Sie morgen anders machen können.   Warum Gehaltskonflikte die schwierigsten sind Konflikte gehören zur Führung. Sie entstehen, weil Menschen unterschiedlich bewerten. Vergütung macht diese Unterschiede sichtbar. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin erlebt die eigene Leistung als überdurchschnittlich. Die Führungskraft sieht sie solide im Ziel. Das Gehalt wird zum Stellvertreter für Anerkennung. In der Beratungspraxis sehen wir häufig, dass Führungskräfte genau diese Gespräche vermeiden. Sie fürchten Eskalation. Doch das Zögern verschärft die Situation.   Die fünf häufigsten Gehaltskonflikte   1. Leistungsbewertung trifft Gehaltserwartung Dieser Konflikt entsteht, wenn Mitarbeiter:innen ihre Leistung höher einschätzen als ihre Führungskraft. Das Gehalt wird zur Bestätigung. Wird diese Bestätigung nicht gegeben, kippt das Gespräch schnell von Fakten in Emotionen. Typischer Dialog: Mitarbeiter:in: „Ich habe dieses Jahr deutlich mehr geleistet. Das muss sich im Gehalt zeigen." Führungskraft: „Ihre Leistung liegt solide im Ziel. Das rechtfertigt keine Anpassung." Was Sie morgen anders machen: Trennen Sie Leistung, Rolle und Gehalt klar. Sagen Sie konkret, wie Sie Leistung bewertet haben. Erklären Sie, warum das Gehalt daraus folgt. Vermeiden Sie Trostformeln wie „Sie machen das schon gut". Das wirkt ausweichend. Was passiert bei Ignorieren: Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin zieht sich innerlich zurück. Nach drei bis sechs Monaten sinkt die Leistungsbereitschaft. Feedback wird defensiv. Initiative geht verloren. Nach etwa einem Jahr erfolgt oft die Kündigung. Ersatz kostet Zeit, Geld und Wissen. Das Team lernt: Leistung lohnt sich nicht.   2. Interne Gerechtigkeit kollidiert mit Marktanpassung Hier prallen zwei Logiken aufeinander. Mitarbeiter:innen kennen Marktgehälter und fühlen sich unterbezahlt. Führungskräfte argumentieren mit interner Fairness. Der Konflikt eskaliert, wenn diese Spannung nicht offen benannt wird. Typischer Dialog: Mitarbeiter:in: „Am Markt wird diese Rolle deutlich höher bezahlt." Führungskraft: „Intern liegen wir anders. Das kann ich nicht ignorieren." Was Sie morgen anders machen: Erklären Sie offen, warum interne Vergleiche relevant sind. Benennen Sie, wo Marktanpassung möglich ist und wo nicht. Keine Ausflüchte. Sagen Sie klar, was geht und was nicht geht. Was passiert bei Ignorieren: Mitarbeiter:innen vergleichen sich informell. Gerüchte ersetzen Fakten. Zwei bis drei weitere beginnen über Wechsel nachzudenken. Neid-Dynamiken entstehen. Die Erfahrung aus vielen Vergütungsanalysen zeigt: Schweigen ist hier nicht neutral. Es verursacht aktiv Schaden.   3. Transparenzforderung trifft Führungsrealität Mitarbeiter:innen verlangen Einblick in Gehaltsstrukturen. Führungskräfte fürchten Neid und Diskussionen. Wird Transparenz pauschal abgelehnt, entsteht Misstrauen. Wird sie unstrukturiert gewährt, eskaliert der Vergleich. Typischer Dialog: Mitarbeiter:in: „Warum weiß ich nicht, wo ich im Gehaltsband stehe?" Führungskraft: „Volle Transparenz würde mehr Probleme schaffen als lösen." Was Sie morgen anders machen: Sagen Sie klar, welche Informationen Sie teilen und warum. Erklären Sie die Logik hinter Entscheidungen. Sie müssen nicht jede Zahl offenlegen, aber Sie müssen erklären, warum nicht. Ein Gerücht wird schneller glaubwürdig als eine fehlende Erklärung. Was passiert bei Ignorieren: Mitarbeiter:innen interpretieren Intransparenz als Willkür. Vertrauen in Entscheidungen sinkt. Führungskräfte werden bei jeder Entscheidung hinterfragt. Diskussionen verlagern sich von Leistung auf Motive. Das kostet Zeit und Autorität.   4. Kostendruck des Managements gegen Bindungsbedarf des Teams Führungskräfte stehen zwischen Budgetvorgaben und realem Bindungsrisiko. Mitarbeiter:innen spüren, wenn ihre Anliegen nach oben gefiltert werden. Der Konflikt entsteht durch Loyalitätsdruck. Typischer Dialog: Mitarbeiter:in: „Mit diesem Gehalt bleibe ich nicht langfristig." Führungskraft: „Mir sind die Hände gebunden. Das Budget ist fix." Was Sie morgen anders machen: Positionieren Sie sich klar. Zeigen Sie, dass Sie das Thema vertreten. Auch wenn Sie nicht entscheiden. Sagen Sie konkret, was Sie tun und was nicht. Wer hier ausweicht, verliert Führung. Was passiert bei Ignorieren: Mitarbeiter:innen erleben ihre Führungskraft als Sprachrohr ohne eigene Haltung. Bindung bricht. Wechsel erfolgen nicht aus Geldmangel, sondern aus Enttäuschung. Fehlende Haltung ist teurer als fehlendes Budget.   5. Alte Zusagen treffen neue Vergütungssysteme Neue Systeme schaffen Gewinner:innen und Verlierer:innen. Historische Zusagen wirken nach, auch wenn sie nie schriftlich fixiert wurden. Führungskräfte unterschätzen oft die emotionale Bindung an alte Versprechen. Typischer Dialog: Mitarbeiter:in: „Mir wurde damals etwas anderes in Aussicht gestellt." Führungskraft: „Das neue System gilt jetzt für alle." Was Sie morgen anders machen: Anerkennen Sie die alte Erwartung, ohne sie zu bestätigen. Erklären Sie den Übergang. Benennen Sie klar, was sich geändert hat und warum. Übergänge müssen geführt werden, nicht nur Systeme. Was passiert bei Ignorieren: Enttäuschung wird persönlich genommen. Vertrauen bricht abrupt. In der Beratungspraxis sehen wir, dass schlecht moderierte Übergänge ganze Teams destabilisieren. Engagement sinkt schlagartig. Teams spalten sich in Gewinner:innen und Verlierer:innen.   Früherkennung: Wann Konflikte kippen Konflikte kündigen sich an. Wiederkehrende Gehaltsfragen trotz gleicher Antworten sind ein Warnsignal. Informelle Vergleiche nehmen zu. Gespräche werden emotionaler, kürzer oder ganz vermieden. Auch erfahrene Führungskräfte rutschen hier immer wieder hinein. Wer früh reagiert, führt souveräner.  Was Sie sofort umsetzen können   Vergütung als Symptom erkennen Gehalt ist selten das eigentliche Thema. Sprechen Sie zuerst über Leistung, Rolle und Entwicklung. Wenn Sie nächste Woche ein Gehaltsgespräch führen, formulieren Sie genau diesen Satz: „Bevor wir über Gehalt sprechen – lassen Sie uns erst klären, wie Sie Ihre Leistung sehen."   Klarheit vor Harmonie Sagen Sie, was möglich ist und was nicht. Unklare Hoffnung erzeugt mehr Konflikt als ein klares Nein. Folgendes hören Führungskräfte typischerweise im Mitarbeitergespräch: „Können Sie da nicht etwas machen?" Ihre Antwort: „Ich kann X, aber nicht Y. Das ist die Realität."   Zeitpunkt bewusst wählen Die Erfahrung aus vielen Gehaltsgesprächen zeigt: Timing entscheidet. Nicht im Stress, nicht zwischen Tür und Angel. Planen Sie 45 Minuten ein. Das signalisiert Wertschätzung.   Struktur im Gespräch halten Fakten, Entscheidung, nächste Schritte. Keine Rechtfertigungen, keine Grundsatzdebatten. So läuft das Gespräch in Woche 1: Sie hören zu, fassen zusammen, sagen klar, was Sie prüfen. In Woche 2 geben Sie Ihre Entscheidung und begründen sie.   Haltung zeigen Führung entsteht durch Positionierung. Wer Konflikte trägt, gewinnt Vertrauen. Das passiert selbst gut vorbereiteten Führungskräften: Sie weichen aus, weil sie Harmonie wollen. Doch Harmonie ohne Klarheit ist keine Führung.   Fazit Wer Gehaltskonflikte früh führt, spart sich spätere Kündigungsgespräche. Konflikte lassen sich nicht vermeiden, aber führen. Vergütung macht sie sichtbar, nicht gefährlich. Führungskräfte, die Gehaltskonflikte klar, früh und strukturiert angehen, stärken Autorität und Teamstabilität. In der Beratungspraxis zeigt sich immer wieder: Konfliktfähigkeit ist eine der wirksamsten Führungsqualitäten.   Autor: Dr. Conrad Pramböck Seminartipp: Konfliktmanagement für Führungskräfte
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  • Häufige Fehler im Rahmen einer GPLB und wie Unternehmen sie vermeiden

    Die Schlussbesprechung ist oft der entscheidende Moment, um Nachzahlungen zu begrenzen. Erfahren Sie, wie Sie sich optimal auf dieses Gespräch vorbereiten, welche Kompromisse möglich sind und wie Sie mit strittigen Prüfungsfeststellungen umgehen können.   Die Schlussbesprechung: Strategisches Finale der Betriebsprüfung (§ 149 BAO) Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens ist zur Wahrung des Parteiengehörs eine Schlussbesprechung gemäß § 149 BAO abzuhalten. Zwar bildet es keinen Verfahrensmangel, wenn dem Abgabepflichtigen die Ergebnisse stattdessen schriftlich durch den Prüfungsbericht (§ 150 BAO) mitgeteilt werden (VwGH 2008/13/0105), doch aus strategischer Sicht ist der persönliche Termin unverzichtbar. Hier bietet sich die letzte Chance, durch gezieltes Verhandlungsgeschick die finalen Feststellungen zu beeinflussen, bevor diese in Stein gemeißelt sind. Abgabenbehördliche Prüfungen stellen die Verjährungsfrist verlängernde Amtshandlungen dar. Dazu zählen neben der Schlussbesprechung und dem Prüfungsbericht auch Vorhalte, Anfragen und Aufforderungen zur Vorlage von Unterlagen (vgl. VwGH Ra 2020/13/0055).   Beendigungswirkung und strategische Weichenstellung Mit der Schlussbesprechung ist das Prüfungsverfahren grundsätzlich beendet. Werden danach ergänzende Beweisanträge gestellt, muss über deren Aufnahme nach § 183 BAO entschieden werden. Strategisch klug ist es, neue Beweismittel bereits direkt in der Besprechung vorzulegen, um Schätzungen des Prüfers sofort zu entkräften. Ergeben sich danach Abweichungen zum Besprochenen, müssen diese dem Abgabepflichtigen bekannt gegeben werden. Zur Klärung können weitere Erhebungen oder Nachschauen (§ 144 BAO) durchgeführt werden. Abweichungen vom erörterten Ergebnis sind im Prüfungsbericht zu berücksichtigen; andernfalls müssen die Bescheide gesondert begründet werden. Ein wesentliches Element des Verhandlungsgeschicks ist hier die „Paketlösung“: Akzeptieren Sie kleinere Formfehler, um bei großen, strittigen Positionen (z. B. Privatanteile oder Rückstellungen) einen Kompromiss zu erzielen. Nach Ergehen der Bescheide können Änderungen nur noch über ein Rechtsmittel (§ 243 BAO) erwirkt werden – eine Schlussbesprechung nach Bescheiderlassung ist daher nicht sinnvoll (UFSW, RV/3615-W/09).   Teilnehmer und Vertretung Zur Besprechung sind der Abgabepflichtige und sein bevollmächtigter Vertreter unter angemessener Frist einzuladen. Die Anwesenheit eines Experten signalisiert dem Prüfer Fachkompetenz auf Augenhöhe. Hinweis: Rechtsanwälte müssen sich explizit auf eine entsprechende Vollmacht berufen, damit sie vorgeladen werden und Bescheide an sie zugestellt werden können (vgl. BFG RV/7103371/2020).   Entfall und Ergebnispräsentation Die Schlussbesprechung kann entfallen, wenn keine Änderungen eintreten oder der Abgabepflichtige eigenhändig darauf verzichtet. Verzichten Sie niemals voreilig: Ohne Besprechung vergeben Sie die Möglichkeit, durch eine Sachverhaltsinterpretation Nachzahlungen zu reduzieren. In der Besprechung präsentiert der Prüfer seine Feststellungen. Werden neue Unterlagen vorgelegt, wird das Verfahren unterbrochen und später am Punkt der Unterbrechung fortgesetzt.   Niederschrift und Rechtsfolgen Über den Termin ist eine Niederschrift zu verfassen. Achten Sie darauf, dass Ihre Einwendungen und Beweisanträge, denen nicht entsprochen wurde, gesondert festgehalten werden. Dies sichert Ihre Position für ein späteres Verfahren. Nach § 113 BAO muss die Behörde nicht vertretene Parteien auf Verlangen über Rechtsfolgen belehren (VwGH 2001/14/0229).   Das Prüfergebnis (Lohnabgaben & ÖGK) Das Ergebnis bildet die Basis für die Bescheide des Finanzamts und der ÖGK. Ein wichtiger Verhandlungspunkt ist hier oft die Vermeidung von Finanzstrafen durch eine rechtzeitige Selbstanzeige noch während der Prüfung, falls schwere Mängel auftauchen. Der Prüfdienst für Lohnabgaben und Beiträge (PLABG) tauscht Daten elektronisch mit Finanzamt, ÖGK und Gemeinden aus, um eine lückenlose Erhebung der Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Kommunalsteuer zu gewährleisten.   Autor: Dr. Helmut Siller, CVA Seminartipp! Betriebsprüfung (GPLB)
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  • Mehr als nur Text: So meistern Profis Multimodalität in ChatGPT 2026

    ChatGPT ist längst kein reiner Chatbot mehr. Von komplexen Datenanalysen in Excel bis hin zur KI-gestützten Bildbearbeitung: Erfahren Sie, wie Sie die multimodalen Features der Premium-Version für Ihren professionellen Vorsprung nutzen.   Die neue Dimension der Interaktion: Was bedeutet Multimodalität 2026? Wir haben die Ära der reinen Texteingabe hinter uns gelassen. Im Jahr 2026 ist die Architektur von GPT-Modellen so weit fortgeschritten, dass die Trennung zwischen verschiedenen Medientypen fast vollständig aufgehoben ist. Multimodalität bedeutet in diesem Kontext, dass die KI nicht mehr nur Text „liest“, sondern Bilder sieht, Audio versteht und komplexe Dateistrukturen wie Excel-Tabellen nativ verarbeitet. Für Fach- und Führungskräfte, die bereits erste Erfahrungen gesammelt haben, liegt der wahre Hebel nun in der Kombination dieser Kanäle. Während Einsteiger ChatGPT noch als „bessere Suchmaschine“ nutzen, setzen Fortgeschrittene die KI als universelle Analyse- und Kreativstation ein. Die Voraussetzung dafür ist in der Regel ein ChatGPT-Premium-Zugang, da nur dieser die volle Rechenpower für Bilderkennung, Internetzugriff und tiefe Datenanalyse freischaltet. Der Wechsel von der Text- zur Multimodalitäts-Ebene verändert nicht nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem die Qualität der Ergebnisse: Informationen werden nicht mehr nur generiert, sondern im Kontext bestehender Dokumente und visueller Daten validiert.   Die Werkstatt der Profis: Daten, Bilder und Vision Der Kern der fortgeschrittenen Nutzung liegt in der Beherrschung spezialisierter Werkzeuge innerhalb der GPT-Umgebung. Ein zentraler Baustein ist hierbei die vertiefende Datenanalyse. Profis kopieren keine Zahlenreihen mehr in den Chat; sie laden komplette Excel-Dateien hoch und lassen die KI Trends berechnen, Pivot-Tabellen simulieren oder komplexe Korrelationen identifizieren, die im hektischen Business-Alltag oft übersehen werden.  Ein weiterer Meilenstein ist die Integration von DALL-E 3 und Bildverarbeitungs-Tools. Es geht 2026 nicht mehr nur darum, ein hübsches Bild zu erstellen. Fortgeschrittene Techniken erlauben es, generierte Bilder im Detail zu bearbeiten oder sie als Basis für weitere Arbeitsschritte zu nutzen. Kombiniert man dies mit der Bilderkennung (Vision), entstehen beeindruckende Workflows: Ein Foto einer handgezeichneten Skizze auf einem Whiteboard kann von ChatGPT analysiert und direkt in eine saubere Projektplanung oder sogar in einen ersten Code-Entwurf umgewandelt werden. Ergänzt wird dieses „Schweizer Taschenmesser“ durch den gezielten Internetzugriff, der es ermöglicht, die internen Analysen mit tagesaktuellen Marktdaten abzugleichen. Dies schafft eine Verknüpfung zwischen statischem Unternehmenswissen und der dynamischen Außenwelt, die für strategische Entscheidungen unerlässlich ist.   Strategisches Prompting für komplexe Workflows Wer die Multimodalität beherrscht, muss auch sein Handwerk im Prompt Engineering verfeinern. Einfache Anfragen reichen nicht aus, um das volle Potenzial der neuen Architektur auszuschöpfen. Hier kommen Techniken wie das Prompt Chaining ins Spiel:   Vertikales Prompt Chaining  Vertikales Prompt Chaining bezeichnet eine sequenzielle Verarbeitung, bei der jede Modellantwort als strukturierte Eingabe für den nächsten Verarbeitungsschritt dient, um komplexe Aufgaben in klar abgegrenzte Teilschritte zu zerlegen. Ein Beispiel hierbei wäre: Schritt 1:„Analysiere diese Excel-Umsatzdaten und identifiziere Trends sowie Auffälligkeiten.“ → Ergebnis: strukturierte Analyse Schritt 2:„Erstelle auf Basis dieser Analyse eine 5-Punkte-Management-Summary.“ → Jeder Schritt baut direkt auf dem vorherigen Ergebnis auf.   Horizontales Prompt Chaining Horizontales Prompt Chaining beschreibt die parallele oder unabhängige Bearbeitung unterschiedlicher Aspekte eines Themas mit separaten Prompts, deren Ergebnisse anschließend synthetisiert oder verglichen werden. Dies könnte beispielsweise wie folgt aussehen: Ausgangsfrage:„Sollte Unternehmen X in den Markt Y expandieren?“ Prompt A: Marktpotenzial analysierenPrompt B: Risiken bewertenPrompt C: Wettbewerbslandschaft untersuchen Abschließend:„Fasse die Ergebnisse zu einer strategischen Empfehlung zusammen.“ → Mehrere unabhängige Perspektiven werden am Ende integriert.   Few-Shot-Prompting  Few-Shot-Prompting nutzt wenige, exemplarische Eingabe-Ausgabe-Paare innerhalb des Prompts, um dem Modell implizit Struktur, Format, Stil oder Lösungslogik einer Aufgabe zu demonstrieren. Ein Beispiel hierzu ist: „Formuliere Produktbeschreibungen im folgenden Stil: Beispiel 1:Produkt: SmartwatchBeschreibung: Minimalistisches Design trifft auf präzise Leistungsdaten – Ihr smarter Begleiter für Alltag und Training. Beispiel 2:Produkt: Noise-Cancelling-KopfhörerBeschreibung: Maximale Klangtiefe, absolute Ruhe – für Musikgenuss ohne Kompromisse. → Das Modell erkennt Stil, Tonalität und Struktur anhand der Beispiele.   Ein weiterer Schritt zur Automatisierung ist die Erstellung individueller GPTs, sogenannter Custom GPTs. Fortgeschrittene Nutzer bauen sich spezialisierte Assistenten, die mit eigenem Wissen und festen Verhaltensregeln ausgestattet sind. So entsteht ein digitaler Experte, der beispielsweise nur für die Prüfung von Reisekostenabrechnungen oder die Erstellung von Social-Media-Grafiken im Corporate Design zuständig ist.   Fazit: Die Rolle des Menschen im multimodalen Prozess Trotz der beeindruckenden Fähigkeiten von Tools oder den ständig neuen GPT-Versionen bleibt der Mensch der entscheidende Faktor. Die KI liefert Entwürfe, Analysen und Visionen – doch die finale Validierung und das strategische Feedback müssen durch den Experten erfolgen. Denn selbst das beste Modell mit dem besten Prompt kann immer noch halluzinieren. Wer Multimodalität nicht nur als technisches Feature, sondern als methodische Erweiterung seiner eigenen Kompetenz begreift, wird im Jahr 2026 die Standards in seiner Branche setzen.   Autorin: Kerstin Vogel Seminartipp: ChatGPT für Fortgeschrittene
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